Wenn Sie einen externen Suchdienst an Ihren Shop anbinden, ist die erste Frage: „Stellen Sie die URL Ihres Produktfeeds bereit." Wenn Sie noch nie damit zu tun hatten, klingt das technisch. In Wirklichkeit ist ein XML-Feed einfach eine Datei mit einer Liste aller Ihrer Produkte in einem strukturierten Format. Der Suchdienst liest diese Datei, erfährt was im Katalog ist und beginnt danach zu suchen. Hier erfahren Sie: was in einem Feed stehen muss, wo Sie ihn herbekommen und wie Sie prüfen ob alles korrekt ist.
Was ist ein XML-Feed und warum brauchen Sie ihn
Ein XML-Feed ist eine Datei mit Informationen über alle Produkte Ihres Shops in strukturierter Form. Name, Preis, Verfügbarkeit, Link zur Produktseite, Bild, Kategorie — alles in einer Datei gesammelt, die sich automatisch aktualisiert.
Warum ein Suchdienst das braucht: Er hat keinen direkten Zugang zu Ihrer Shop-Datenbank. Der Feed ist die Brücke zwischen Ihrem Katalog und dem Suchindex. Der Dienst liest den Feed, baut einen Index auf und sucht darin. Wie eine Speisekarte im Restaurant — ohne sie weiß der Kellner nicht, was die Küche hat, und kann dem Gast nichts empfehlen.
Wichtig: Ein XML-Feed ist nichts Spezielles für die Suche. Dieselbe oder eine ähnliche Datei wird für Google Shopping, Preisvergleichsportale (idealo, billiger.de), und Marktplätze verwendet. Wenn Sie bereits einen Feed für Werbung oder einen Marktplatz eingerichtet haben — für die Suche ist er entweder fertig oder braucht minimale Anpassungen.
Welche Felder der Feed braucht
Feldnamen unterscheiden sich je nach Feed-Format, aber das Prinzip ist dasselbe. Folgendes braucht die Suche:
- Identifikator (
id) — eindeutiger Produktcode. Wird benötigt, damit der Dienst weiß welches Produkt aktualisiert wurde und welches neu ist. - Titel (
name/title) — das Hauptfeld für die Suche. Muss für Menschen lesbar sein: „Bürostuhl schwarz ergonomisch" statt „SKU-4421-B". - Preis (
price) — wird in den Suchergebnissen angezeigt. - Produktseiten-Link (
url/link) — wohin der Kunde nach dem Klick geht. Vollständige URL mithttps://. - Bild (
picture/image_link) — Produktbild in den Suchergebnissen. Ebenfalls vollständige URL. - Verfügbarkeit (
available/availability) — auf Lager oder nicht. Ohne dieses Feld betrachten die meisten Suchdienste das Produkt als nicht verfügbar — und zeigen es den Kunden nicht an. Selbst wenn es tatsächlich auf Lager ist. - Beschreibung (
description) (empfohlen) — die Suche indexiert auch diese. Ein Kunde der „Laptop 16 GB Arbeitsspeicher" sucht, findet das Produkt auch wenn das nicht im Titel steht. - Marke (
vendor/brand) (empfohlen) — als separates Feld. Vereinfacht die Markensuche und Synonymverarbeitung. - Kategorie (
category_id/product_type) (empfohlen) — ermöglicht korrektes Ranking und Filtern der Ergebnisse.
Minimum für den Start: Identifikator + Titel + Preis + Link + Bild + Verfügbarkeit. Beschreibung und Marke dazu — wird deutlich besser.
Detaillierte Feldspezifikationen finden Sie in der Dokumentation: Spefix-Format (empfohlen) und Google Merchant-Format.
Wo Sie einen Feed herbekommen
Auf den meisten Plattformen existiert der Feed bereits oder lässt sich in wenigen Minuten generieren:
- Shopify — eingebaute Feed-Generierung über Einstellungen → Vertriebskanäle → Google. Alternativ bieten Apps wie „Google Shopping Feed" oder „DataFeedWatch" mehr Kontrolle über die Feldkonfiguration.
- WooCommerce — Plugin „Product Feed PRO" oder das kostenlose „WooCommerce Product Feed". Nach Aktivierung ist der Feed über eine eigene URL in den Plugin-Einstellungen verfügbar.
- JTL-Shop — Feed-Export über das integrierte Exportmodul oder den JTL-Connector. Unterstützt Google Shopping und ähnliche Formate.
- Eigene CMS — der Feed muss programmatisch generiert werden. Wenn Ihr Entwickler bereits eine Google Shopping-Integration gebaut hat, erstellt er den Feed in 2–4 Stunden.
Die Schlüsselanforderung an jeden Feed — er muss sich automatisch aktualisieren, keine statische Datei sein. Wenn der Feed nicht aktualisiert wird, zeigt die Suche mit der Zeit veraltete Preise und Produkte, die es nicht mehr gibt.
So prüfen Sie ob der Feed korrekt funktioniert
Fünf Checks bevor Sie die URL an einen Suchdienst weitergeben:
- Öffnen Sie den Feed im Browser. URL in die Adressleiste einfügen. Sehen Sie XML-Code mit Produkten — die Datei existiert und ist zugänglich. Sehen Sie einen Fehler oder eine leere Seite — der Feed ist nicht konfiguriert oder gesperrt.
- Prüfen Sie die Produktanzahl. Jedes Produkt ist in einem
<offer>- oder<item>-Tag eingebettet. Die Anzahl sollte ungefähr den aktiven Produkten im Katalog entsprechen. Mehr als 10 % Abweichung — ein Teil der Produkte gelangt nicht in den Feed. - Prüfen Sie die Pflichtfelder. Finden Sie das erste Produkt im Feed — gibt es Identifikator, Titel, Link, Preis, Verfügbarkeit? Falls etwas fehlt, muss der Feed nachkonfiguriert werden.
- Prüfen Sie die Verfügbarkeit. Finden Sie ein Produkt, das sicher nicht auf Lager ist. Das Verfügbarkeitsfeld sollte „out of stock" oder
falsezeigen. Wenn alle Produkte als verfügbar markiert sind, zeigt die Suche Artikel an, die nicht gekauft werden können. - Prüfen Sie die Produkt-URLs. Öffnen Sie Links einiger Produkte aus dem Feed. Sie sollten zu echten Seiten führen. Wenn sie zu 404-Fehlern führen, gibt es ein Problem mit der URL-Generierung im Feed.
Der häufigste versteckte Fehler: Der Feed enthält Produkte, die als „auf Lager" markiert sind, aber tatsächlich nicht verfügbar sind. Ein Kunde findet das Produkt über die Suche, klickt durch — und sieht „nicht verfügbar". Das zerstört Vertrauen und erhöht die Absprungrate.
Typische Feed-Fehler
Der Feed aktualisiert sich nicht automatisch. Die Suche zeigt alte Preise oder Produkte, die es nicht mehr gibt. Ursache: Der Feed wurde einmalig als statische Datei erstellt. Lösung: Dynamische Generierung einrichten — der Feed muss sich bei jedem Abruf oder nach Zeitplan aktualisieren. Ein statischer Feed ist eine Zeitbombe für die Suche.
Titel sind Artikelnummern statt menschlicher Namen. Suchvorschläge zeigen „SKU-4421-B" statt „Bürostuhl schwarz ergonomisch". Ursache: Im Titelfeld wird der technische Name aus dem Warenwirtschaftssystem übergeben. Lösung: Prüfen welches Datenbankfeld auf den Titel im Feed gemappt wird.
Bilder laden nicht. Leere Quadrate statt Produktbilder. Ursache: Bildlinks sind relativ (/images/product.jpg) statt absolut (https://yourdomain.com/images/product.jpg). Lösung: Vollständige URLs konfigurieren.
Umlaute und Sonderzeichen werden falsch dargestellt. Produktnamen wie „Bürostuhl" erscheinen als „Bürostuhl" oder „Bürostuhl". Ursache: Falsche Zeichenkodierung oder HTML-Entities statt UTF-8. Lösung: Sicherstellen dass der Feed mit <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> beginnt und in UTF-8 generiert wird.
Nicht alle Kategorien im Feed. Die Suche findet Produkte aus einigen Kategorien und übersieht andere völlig. Ursache: In den Exporteinstellungen sind nicht alle Kategorien ausgewählt oder einige sind ausgeblendet. Lösung: Exportkonfiguration prüfen — alle aktiven Kategorien müssen enthalten sein.
Wie oft der Feed aktualisiert werden sollte
Die Aktualisierungshäufigkeit bestimmt wie aktuell die Suchdaten sind:
- Täglich (einmal pro Tag). Minimal akzeptabel für Shops mit stabilem Sortiment. Eine Preisänderung am Morgen erscheint am nächsten Tag in der Suche.
- Stündlich. Nötig wenn sich Preise oder Verfügbarkeit häufig ändern — Elektronikshops mit kursgebundenen Preisen oder Shops mit begrenztem Lagerbestand.
- In Echtzeit (über API). Für große Kataloge mit sehr dynamischen Preisen. Erfordert technische Integration, bietet aber maximale Aktualität.
Bei Spefix hängt die Synchronisierungsfrequenz vom Tarif ab — im kostenlosen Plan wird der Feed einmal täglich aktualisiert, in bezahlten Plänen deutlich häufiger. Für Shops wo Echtzeit-Aktualität entscheidend ist, gibt es eine API-Integration.
Wenn Sie das nächste Mal gebeten werden „die URL Ihres Produktfeeds bereitzustellen" — wissen Sie was das ist, wo Sie ihn herbekommen und wie Sie prüfen ob er funktioniert. Ein korrekt eingerichteter Feed ist das Fundament. Alles andere — intelligente Suche, Analytik, Synonyme — wird darauf aufgebaut.
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